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Die Wichtigkeit des Hajj

  

Der Hajj ist nur gueltig, wenn die Pilger sich den Bedingungen eines besonderen Weihezustandes (Ihram) unterwerfen und die obligatorischen Wallfahrts-Rituale, die im Folgenden tabellarisch aufgefuehrt werden, an den festgelegten Tagen des Monats Zu l-Hijja vollziehen.

1. Ihram (Weihezustand)
Vor dem Betreten mekkanischen Bodens muss der Pilger an bestimmten, Miqat genannten Treffpunkten seine Absicht bestaetigen, die vorgeschriebene Wallfahrt zu vollziehen. Diese Absicht wird ebenfalls vor jeder Handlung waehrend des Hajj bekundet. Dann versetzt er sich auch aeußerlich in den Weihezustand, indem er Waschungen und weitere Reinigungsriten vollzieht, seine Kleider ablegt, zwei ungenaehte weiße Tuecher anlegt (eins um die Hueften und eins um die Schultern geschlungen) und zwei Gebetseinheiten verrichtet. Bis zum Ende der eigentlichen Wallfahrt hat der Pilger alle Handlungen zu vermeiden, die seinen Weihezustand aufheben.

2. Tawaf (Rundlauf um die Kaaba)
In der Heiligen Moschee in Mekka beginnt der Pilger mit dem siebenmaligen Umlauf um die Kaaba. Die Kaaba befindet sich während des Rundlaufs zu seiner Linken. Der Umlauf beginnt an dem in einer Ecke eingemauerten Schwarzen Stein und endet auch dort.

3. Tawafgebet
Nach dem Umlauf um die Kaaba verrichtet der Pilger zwei Gebetseinheiten an der Staette Abrahams.

4. Sa'y (Streben)
Nach dem Tawafgebet begibt sich der Pilger nach Masaa. Masaa ist die Entfernung zwischen den beiden Huegeln Safa und Marwah. Der Pilger laeuft eiligen Schrittes zwischen diesen Huegeln dreimal hin und zurueck und noch einmal hin (Koran 2/158).

5. Taqsir (Kürzung)
Nach der Verrichtung des Sa'y werden entweder die Fingernaegel geschnitten oder das Haar ein wenig gekuerzt. Es wird empfohlen, beides zu tun. Danach ist der Weihezustand teilweise aufgehoben.

6. Arafat
Am 8. Zu l-Hijja versetzen sich die Pilger wieder in den Weihezustand und ziehen in Gruppen zu dem etwa fuenfundzwanzig Kilometer von Mekka entfernten Berge Arafat. Am 9. Zu l-Hijja muessen sie sich vom Mittag bis zum Sonnenuntergang in Arafat aufhalten.

7. Maschar
Nach Sonnenuntergang verlassen die Pilger Arafat wieder und ziehen nach Maschar (Muzdalifa), wo sie bis zum Sonnenaufgang des 10. Zu l-Hijja verweilen. Den kurzen Aufenhalt in Maschar nutzen die Pilger u. a. dazu, 49 bzw. 70 Steinchen zu sammeln.

8. Mina
Nach dem kurzen Aufenthalt in Maschar setzen die Pilger ihre Wanderung fort, so dass sie nach Sonnenaufgang die Grenze zu Mina ueberschreiten. Dort steinigen sie symbolisch den Satan, indem sie 7 Steinchen auf eine Jamarah al-Aqba genannte Saeule werfen. Darauf werden Opfertiere geschlachtet. Das in der islamischen Welt gefeierte Opferfest (Id al-Adha) erinnert an das Opfer Abrahams (Koran 37/107; 2/124) und wird am 10. des Monats Zu l-Hijja begangen.
Im Anschluss daran wird das Haar geschoren bzw. gestutzt und der Weihezustand ist teilweise aufgehoben.

9. Tawaf
Nun begeben sich die Pilger erneut nach Mekka, vollziehen einen weiteren siebenmaligen Rundlauf um die Kaaba und verrichten zwei Einheiten des Tawafgebets.

10. Sa'y und Abschlusstawaf
Der Lauf zwischen Safa und Marwah wird wiederholt. Danach wird ein Abschlusstawaf um die Kaaba verrichtet, an den zwei Gebetseinheiten anschließen. Die Pilger kehren noch am 10. Zu l-Hijja nach Mina zurueck, wo sie die Nacht des 10. und 11. Zu l-Hijja verbringen muessen. Am 11. und 12, Tag haben sie jeweils 7 Steinchen auf die oben genannte und zwei weitere Saeulen zu werfen. Damit ist die vorgeschriebene Pflichtwallfahrt beendet. Wer freiwillig auch am 13. Tag noch in Mina verweilt, muss den Steinigungsritus noch einmal wiederholen.
Die Pilger bleiben ueblicherweise noch ein paar Tage in Mekka und nutzen diese Gelegenheit zu weiterer Andacht und zu Diskussionen über die Angelegenheiten der Moslems der Welt.

  

 



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